Informationen zu Bahnstreckenreaktivierungen im Saarland

Über die weiteren Ergebnisse in Bezug auf die Nutzen-Kosten-Untersuchungen der zu reaktiviernenden Bahnstrecken im Saarland werden wir sie auf dem Laufenden halten.

Die Plattform Mobilität hat mit Tristan Klein, Winfried Hoffmann und Erhard Pitzius über 5 Jahre am Verkehrsentwicklungsplan des Saarlandes mitgewirkt.

Unser Hauptaugenmerk galt neben der Verbesserung des Angebotes, besonders den Themen Bahnstreckenreaktivierungen, Barrierfreiheit und grenzüberschreitender Verkehr.

In runden 10 Jahren werden wir sehen welche Vorhaben umgesetzt wurden, es bleibt spannend.

Verkehrsministerium bereitet Reaktivierung von Bahnstrecken vor: Ausschreibung der Machbarkeitsstudie und Nutzen-Kosten-Untersuchung Medieninfo vom: 04.08.2021, 12:40 Uhr

Der Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV Saarland (VEP ÖPNV) wirkt: Zahlreiche stillgelegte Bahnstrecken werden nach dem Konzept des VEP ÖPNV nun auf technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin detailliert untersucht.

„Die Zukunft des saarländischen ÖPNV beginnt jetzt“, hatte Verkehrsministerin Anke Rehlinger zum Beschluss des neuen Verkehrsentwicklungsplans ÖPNV Saarland (VEP ÖPNV) am 13. Juli 2021 gesagt. Mit der Tarifoffensive macht das Verkehrsministerium den ÖPNV bereits seit dem 1. Juli einfacher und günstiger. Aber auch andere Bestandteile der laut Rehlinger „tiefgreifendsten Vision für den saarländischen ÖPNV seit über 20 Jahren“ geht das Ministerium umgehend an.

„Wir ruhen nicht, sondern geben dem ÖPNV im Saarland einen Schub nach dem anderen. Digitalisierung, Barrierefreiheit, Marketing und Erscheinungsbild der Bahnhöfe gehen wir ebenso an wie die Reaktivierungen“, so Ministerin Anke Rehlinger.

So bereitet das Wirtschafts- und Verkehrsministerium die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken im Saarland vor. In einem europaweiten Verfahren werden für alle in Frage kommenden Schienenstrecken die Machbarkeitsstudie und Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Reaktivierung für den Personenverkehr nach dem Konzept des VEP ÖPNV ausgeschrieben. Dies ist notwendig, um anschließend Bundesmittel beim Bundesverkehrsministerium einwerben zu können. Bis zu 90 Prozent der Investitionskosten gibt der Bund nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG).

Im VEP ÖPNV wurde in einem ersten Schritt das Reaktivierungspotenzial für sämtliche nicht mehr genutzten Strecken untersucht. Dabei konnten die zu erwartenden Kosten und Nutzen allerdings nur grob abgeschätzt werden. In der jetzt vorgesehenen Machbarkeitsstudie und Nutzen-Kosten-Untersuchung werden die Strecken genauer analysiert, die der ersten Prüfung standgehalten haben (Nutzen-Kosten-Verhältnis mindestens bei etwa 1,0). Mit einer Detailbetrachtung soll dieses Nutzen-Kosten-Verhältnis nicht nur überprüft, sondern auch durch eine genauere Planung von Strecken, Stationen, Betriebsablauf und begleitenden Maßnahmen optimiert werden.

Es sollen folgende Strecken betrachtet werden:

Saarbrücken - Fürstenhausen – Großrosseln ("Rosseltalbahn")

Überherrn - Fürstenhausen / Bahnhof Völklingen ("Bisttalbahn")

Merzig - Losheim (ehemalige Merzig-Büschfelder Eisenbahn)

Dillingen / Saarlouis – Schmelz-Limbach - Wadern bzw. Dillingen / Saarlouis - Lebach-Jabach ("Primstalbahn")

Homburg (-Schwarzenacker) – Blieskastel-Lautzkirchen ("Bliestalbahn")


Für alle Strecken sollen ggf. auch verschiedene mögliche Varianten betrachtet und bewertet werden. Ebenso ist die Integration in das Bestandsnetz sowie ggf. auch die Anpassung der Zulaufstrecken zu den zu reaktivierenden Strecken Gegenstand der Untersuchungen. Für die Vorzugsvariante werden die Kosten für Bau, Erhaltung und Betrieb sowie die zu erwartenden Fahrgeldeinnahmen ermittelt.

Auf dieser Basis wird der Auftragnehmer eine Nutzen-Kosten-Untersuchung nach der Methode der Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr durchführen, wobei eine Sensitivitätsanalyse hinsichtlich weiterer nicht direkt im Verfahren zu berücksichtigenden Einflussfaktoren (z. B. Güterverkehr, Anschlussverbindungen, Verlängerungsoptionen) vorzunehmen ist.

Zur Diskussion und Abstimmung der Vorgaben, Rahmenbedingungen sowie der Ergebnisse der Untersuchung wird ein projektbegleitender Arbeitskreis mit allen betroffenen und mitwirkenden Akteuren (u. a. Ministerien, Aufgabenträger, Landkreise, Städte und Gemeinden sowie Verkehrsunternehmen) eingerichtet. Sitzungen finden zu Beginn, bei wesentlichen Zwischenschritten und zur Diskussion der Ergebnisse statt.

Mit Start der Bekanntmachung des Teilnahmewettbewerbs auf der europäischen Vergabeplattform startet das streng formalisierte Vergabeverfahren mit Eignungsprüfung, Angebots- und Verhandlungsphase, dessen Fristen weitgehend gesetzlich vorgeschrieben sind. Demnach ist mit einer Zuschlagserteilung gegen Ende des Jahres zu rechnen.

Bei einem Start der Untersuchungen unmittelbar zum Jahresbeginn 2022 ist mit den finalen Ergebnissen für Mitte 2023 zu rechnen.

Zeitlich versetzt aufgrund noch erforderlicher Abstimmungen, jedoch geplant noch in 2021, folgen die entsprechenden Schritte für den Infrastrukturaufwand zur Realisierung des Kernnetzes der S-Bahn Saarland. In Abhängigkeit von Entscheidungen auf Seiten der französischen Partner sowie der Landeshauptstadt Saarbrücken folgen die jeweils erforderlichen Untersuchungen für die grenzüberschreitenden Projekte (Niedtalstrecke, kleine bzw. große Schleife, Saarbahnstrecke Saarbrücken – Forbach).

Julian Lange

Pressesprecher und Referatsleiter M/6: Kommunikation, Medienarbeit, Redaktion - MWAEV

Mit der Saar­bahn zum Shop­pen im Saar­ba­sar

Hal­te­stel­le Rö­mer­kas­tell.

Von hier soll in ei­ni­gen Jah­ren die Saar­bahn auch zum Ein­kaufs­zen­trum Saar­ba­sar fah­ren. Ei­ne sol­che zwei­te Stre­cke war von An­fang an ge­plant.

Wird sie nicht ge­baut, könn­te der Bund Geld für be­reits ab­ge­schlos­se­ne Bau­maß­nah­men zu­rück­ver­lan­gen. Ei­ne zwei­te Saar­bahn-Stre­cke war schon lan­ge ge­plant. Jetzt soll sie ver­wirk­licht wer­den, denn sie steht im neu­en Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan des Saar­lan­des. Die Bür­ger könn­ten so be­quem und um­welt­freund­lich zum Shop­pen fah­ren.

Doch vor­her müs­sen noch vie­le Fra­gen ge­klärt wer­den. SAAR­BRÜ­CKEN | Kön­nen die Bür­ger bald be­quem mit der Saar­bahn bis zum Saar­ba­sar fah­ren? Zu­min­dest ist ei­ne neue Stre­cke vom Rö­mer­kas­tell bis zum Saar­brü­cker Ein­kaufs­zen­trum im Ent­wurf des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans (Vep) des Saar­lan­des vor­ge­se­hen. 7,9 Mil­lio­nen Eu­ro wür­de dem­nach der Aus­bau kos­ten. Im Vep wird die Stre­cke „S 2 Rö­mer­kas­tell-Saar­ba­sar“ de­tail­liert be­schrie­ben: Vom Hal­te­punkt Rö­mer­kas­tell wür­de sie über die Main­zer Stra­ße zum Esch­ber­ger Weg ge­führt und hin­ter dem Bau­markt par­al­lel zu den Bahn­glei­sen bis zur End­hal­te­stel­le Saar­ba­sar (sie­he Gra­fik). „Am sel­ben Bahn­steig ge­gen­über könn­ten Fahr­gäs­te in die S-Bahn in Rich­tung St. Ing­bert um­stei­gen“ – so steht es im Vep-Ent­wurf.

Die neue Stre­cke wä­re rund ei­nen Ki­lo­me­ter lang. Al­ler­dings müss­ten auch pri­va­te Ge­wer­be­grund­stü­cke ge­kauft wer­den – „für den Bau und die Zu­we­gung zum Bahn­steig“, hei­ßt es im Vep. Der Nut­zen-Kos­ten-Ver­gleich sei po­si­tiv. In ei­ner Mach­bar­keits­stu­die wür­den noch die Aus­wir­kun­gen auf den Bus­ver­kehr ge­prüft und die Kos­ten ganz ge­nau er­mit­telt. Die­se Stu­die ha­be die Saar­bahn GmbH be­reits in Auf­trag ge­ge­ben, sagt Pres­se­spre­che­rin Ul­ri­ke Rei­mann. Die Vep-Gut­ach­ter ge­hen von 2500-2700 Fahr­gäs­ten pro Werk­tag aus. Rei­mann er­klärt, die der­zei­ti­ge Zahl von Saar­bahn-Zü­gen rei­che für die­se Er­wei­te­rung aus. Wenn der Vep so um­ge­setzt wird, wür­de die Saar­bahn-Li­nie 1 von Le­bach bis Saar­ge­münd ge­teilt. Die S 1 fährt dann von Sied­ler­heim bis Saar­ge­münd, die neue S 2 von Le­bach/Heus­wei­ler über Rö­mer­kas­tell zur neu­en End­hal­te­stel­le Saar­ba­sar. Von dort wür­de es im 15-Mi­nu­ten-Takt ei­nen di­rek­ten An­schluss nach St. Ing­bert-Rohr­bach ge­ben.

Die Hal­te­stel­le Brebach wür­de noch al­le 15 Mi­nu­ten an­ge­fah­ren, steht im Vep. Die neue Stre­cke ist auch aus fi­nan­zi­el­len Grün­den enorm wich­tig: Wird sie näm­lich nicht ge­baut, könn­te der Bund Zu­schüs­se für vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men zu­rück­for­dern, die be­reits ab­ge­schlos­sen sind, wie zum Bei­spiel das An­he­ben ei­ner Ei­sen­bahn­brü­cke.

Rei­mann: „Der­zeit gibt es kei­ne Rück­zah­lungs­for­de­run­gen. Es be­steht aber das Ri­si­ko, dass es wel­che ge­ben könn­te, wenn wir das be­an­trag­te und ge­neh­mig­te Pro­jekt nicht ab­schlie­ßen.“ Doch die beim Saar­bahn-Bau ur­sprüng­lich ge­plan­ten Stre­cken sei­en ja in den neu­en Pla­nun­gen ent­hal­ten, „auch wenn sie ab­wei­chen, weil sich die Rah­men­be­din­gun­gen ver­än­dert ha­ben“. Ur­sprüng­lich war vor­ge­se­hen, dass die Saar­bahn vom Rö­mer­kas­tell bis Neu­scheidt fährt, jetzt sol­le sie bis zum Saar­ba­sar fah­ren. Die­se Stre­cke sei be­reits im Erst­an­trag des Saar­bahn-Pro­jekts bei Bund und Land be­an­tragt und grund­sätz­lich ge­neh­migt wor­den, er­gänzt Ju­li­an Lan­ge, Spre­cher des Wirt­schafts- und Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums. Bis­her fährt die Saar­bahn zwi­schen Saar­ge­münd und Le­bach.

Die Dis­kus­si­on über dro­hen­de Rück­zahlungen in Mil­lio­nen­hö­he ist nicht neu: Be­reits 2013 hat­te die SZ dar­über be­rich­tet. Lan­ge ist bei der Fra­ge mög­li­cher Rück­for­de­run­gen ent­spannt: „Die Fra­ge ei­ner Rück­zah­lung der För­der­mit­tel wür­de sich erst dann stel­len, wenn das Land oder die Saar­bahn GmbH be­schlie­ßen wür­den, von der Rea­li­sie­rung des Stre­cken­ab­zwei­ges de­fi­ni­tiv ab­zu­se­hen. Durch das Wie­der­auf­grei­fen der Pla­nun­gen kann hier­von kei­ne Re­de sein.“ Denn die al­ter­na­ti­ve Stre­cken­füh­rung in der Nä­he des Ge­wer­be­ge­biets Esch­ber­ger­weg mit di­rek­ter An­bin­dung des Ein­kaufs­zen­trums Saar­ba­sar wei­se ein „deut­lich grö­ße­res Er­schlie­ßungs­po­ten­ziel“ auf als die ur­sprüng­li­che Pla­nung. Lan­ge sagt, das Land und die Saar­bahn GmbH sei­en der­zeit in Ab­stim­mungs­ge­sprä­chen mit dem Bund, da­mit die­ser die ge­än­der­te Stre­cken­füh­rung mit­trägt. „Hier­zu geht die Saar­bahn GmbH der­zeit den Fra­gen der tech­ni­schen Mach­bar­keit nach.“ Das Un­ter­neh­men müs­se den Zu­schuss­ge­bern Bund und Land nach­wei­sen, dass für die neue Stre­cken­füh­rung der Nut­zen hö­her als die Kos­ten ist. För­der­geld für die neue Stre­cken­füh­rung ist noch nicht ge­flos­sen, er­klärt Saar­bahn-Spre­che­rin Rei­mann. Erst nach den Ab­stim­mungs­ge­sprä­chen mit den För­der­ge­bern Bund und Land so­wie der Stadt Saar­brü­cken als Auf­ga­ben­trä­ger für den ÖPNV wer­de die Saar­bahn För­der­geld ab­ru­fen. Und erst wenn klar ist, wie viel För­der­geld flie­ßt, kön­ne mit den kon­kre­ten Pla­nun­gen be­gon­nen wer­den. Frü­hes­tens in fünf oder sechs Jah­ren wür­de der ers­te Saar­bahn-Zug in Rich­tung Saar­ba­sar fah­ren. Das sei bei sol­chen Pro­jek­ten die üb­li­che Lauf­zeit bis zur In­be­trieb­nah­me.

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbahn-plant-neue-strecke-zum-saarbasar-in-saarbruecken_aid-57970845






Der Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan der CDU/SPD-Lan­des­re­gie­rung steht zur Ent­schei­dung an.

Die­se Wo­che wich­ti­ge Ge­sprä­che.

Von Diet­mar Klos­ter­mann SAAR­BRÜ­CKEN/ÜBER­HERRN |

Vor der Ent­schei­dung über den neu­en Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan (VEP) für das Saar­land hat die Bür­ger-In­itia­ti­ve Mo­bi­li­tät Saar-Lor-Lux die drin­gen­de Re­ak­ti­vie­rung still­ge­leg­ter Bahn­li­ni­en im Saar­land an­ge­mahnt. Nach In­for­ma­tio­nen der SZ soll der VEP an die­sem Diens­tag von Ver­lehrs­mi­nis­te­rin An­ke Rehlin­ger (SPD) im Saar-Ka­bi­nett ver­ab­schie­det wer­den. Be­reits am kom­men­den Don­ners­tag wird der VEP-Bei­rat zum ers­ten Mal seit ei­nem Jahr wie­der ta­gen und über den VEP-Ent­wurf be­ra­ten. Der be­ste­hen­de VEP im Saar­land stammt noch aus dem Jahr 1998, ist da­mit 23 Jah­re alt. „Für die Platt­form Mo­bi­li­tät ha­ben Bahn­stre­cken, die die stau­ge­fähr­de­te A 620 in den Be­rei­chen zwi­schen Völk­lin­gen und Saar­brü­cken ent­las­ten kön­nen, Vor­rang“, er­klär­te Er­hard Pit­zi­us, Vor­sit­zen­der der Bür­ger-In­itia­ti­ve Platt­form Mo­bi­li­tät Saar-Lor-Lux, der SZ auf An­fra­ge.

Da­zu ge­hör­ten die Bis­t­tal­bahn von Über­herrn nach Völk­lin­gen mit der Al­ter­na­ti­ve Über­herrn, über Wehr­den, Fürs­ten­hau­sen, Gers­wei­ler nach Saar­brü­cken. In die­ser Va­ri­an­te füh­re die Bis­t­tal­bahn auf der lin­ken Saar­se­i­te zwi­schen Wad­gas­sen und dem Saar­brü­cker Schan­zen­berg/Mes­se­ge­län­de par­al­lel zur A 620, sag­te Pit­zi­us. Zu­dem sei die Re­ak­ti­vie­rung der Ros­sel­tal­bahn von Groß­ros­seln über Fürs­ten­hau­sen und Gers­wei­ler nach Saar­brü­cken sehr wich­tig. Al­lei­ne durch den Völk­lin­ger Orts­teil Geis­lau­tern rol­len 16 000 Au­tos täg­lich, be­ton­te der Ver­eins­chef Pit­zi­us. Wich­tig sei auch die Re­ak­ti­vie­rung der Prim­stal­bahn für den Schie­nen­ge­bun­de­nen Per­so­nen­nah­ver­kehr zwi­schen Dil­lin­gen/Saar­lou­is über Schmelz nach Wa­dern, in­klu­si­ve des Lü­cken­schlus­ses zwi­schen Kör­prich und Le­bach. „Hier­von wird auch der Gü­ter­ver­kehr zur Fir­ma Mei­ser in Lim­bach pro­fi­tie­ren“, be­ton­te Bahn-Ex­per­te Pit­zi­us. Die Bahn­stre­cke von Mer­zig nach Los­heim könn­te im Fal­le ei­ner Re­ak­ti­vie­rung die Stra­ßen um Mer­zig ent­las­ten und die mo­men­ta­ne Dis­kus­si­on um die Nord­saar­land­stra­ße oder ei­ne Nord­um­fah­rung Mer­zigs be­en­den. „Sol­che Stra­ßen­bau­pro­jek­te sind nicht mehr zeit­ge­mäß und ent­spre­chen dem Den­ken der 1970er und 1980er Jah­re“, er­klär­te der Chef der Bür­ger-In­itia­ti­ve. Auch der Gü­ter­ver­kehr zu dem Ho­ma­nit-Werk in Nie­der­los­heim könn­te er­mög­licht wer­den und die Mu­se­ums­bahn hät­te da­mit ei­ne Zu­kunfts­per­spek­ti­ve. „Auf­grund un­se­rer Grenz­la­ge zu Frank­reich und Lu­xem­burg sind auch wei­te­re Ver­bin­dun­gen von Saar­brü­cken in Rich­tung Lu­xem­burg wich­tig“, sag­te Pit­zi­us. Dies kön­ne über die Nied­tal­bahn und oder die Bis­t­tal­bahn ge­sche­hen. Nied­tal­bahn und Bis­t­tal­bahn bö­ten sich auch für den grenz­über­schrei­ten­den Gü­ter­ver­kehr an und könn­ten auch als Aus­weich­stre­cken fun­gie­ren. Er ver­wies in die­sem Zu­sam­men­hang auf die kürz­li­che Sper­rung der Bahn­stre­cke von Saar­brü­cken nach For­bach we­gen ei­nes Hang­rut­sches. Ein­be­zie­hen müs­se man auch ei­ne Re­ak­ti­vie­rung der Bahn­stre­cke Béning - Creutz­wald - Har­gar­ten - Bou­zon­vil­le - Thion­vil­le auf fran­zö­si­cher Sei­te für den Per­so­nen­ver­kehr, er­klär­te der seit Jah­ren um die Zu­kunft des re­gio­na­len Ei­sen­bahn­ver­kehrs kämp­fen­de Pit­zi­us. Er kri­ti­sier­te die Vor­ge­hens­wei­se der Lan­des­re­gie­rung in der Ver­kehrs­po­li­tik. „Im Saar­land fehlt die Be­tei­li­gung der Bür­ger und der Um­welt­ver­bän­de im Vor­feld der Er­stel­lung ei­nes Nah­ver­kehrs­pla­nes oder Ver­kehrs­ent­wick­lungpla­nes“, be­ton­te Pit­zi­us. Erst nach der VEP-Er­stel­lung könn­ten sich Ver­bän­de wie der Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD), die Platt­form Mo­bi­li­tät oder der Fahr­gast­ver­band Pro Bahn zum Ent­wurf äu­ßern und das nicht über­all. „Es fehlt auch ein Ge­samt­fahr­gast­bei­rat Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr für das Saar­land“, kri­ti­sier­te Pit­zi­us. Oft wer­de nur aufs Geld ge­schaut. Wenn Ver­keh­re mehr be­stellt wer­den als in den Nah­ver­kehrs­plä­nen ver­merkt sei­en, lie­ßen sich die Ver­kehrs­un­ter­neh­men, die Mehr­kos­ten und Mehr­ki­lo­me­ter von den Kom­mu­nen be­zah­len. Oft­mals gin­gen Li­ni­en­füh­run­gen am rea­len Ver­kehrs­be­dürf­nis vor­bei und Li­ni­en­füh­run­gen wür­den nicht an­ge­passt. „Vie­le In­dus­trie-, Ge­wer­be- und Wohn­ge­bie­te ha­ben kei­nen ÖPNV-An­schluß. Ge­mein­den und Städ­te wach­sen, aber der ÖPNV wächst nicht mit“, zeich­ne­te Pit­zi­us ein düs­te­res Bild der CDU/SPD-Ver­kehrs­po­li­tik. Die­se ÖPNV-Pla­nungs­män­gel wa­ren jüngst beim Ge­wer­be­ge­biet Lis­dor­fer Feld auf­ge­taucht. Auch Ge­mein­den wie Kir­kel-Lim­bach war­ten seit Jah­ren auf mehr Re­gio­nal­bahn­hal­te.

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/landespolitik/verkehrsentwicklungsplan-vor-der-entscheidung-im-saar-ministerrat-und-landtag_aid-56380371



Bewertung der Rosseltalbahn NKU ► 2,2 bzw. 1,9

Bewertung Reaktivierung der Bisttalbahn 1,4

Bewertung Reaktivierung der Primstalbahn 3,6

Bewertung Reaktivierung der Strecke Merzig - Losheim 1,4

Bewertung Reaktivierung Homburg - Zweibrücken 1,24

Reaktivierung Homburg - Zweibrücken

http://www.zw-rail.de/