Plattform Mobilität
                         Saar-Lor-Lux e.V.

Viele Bürger leiden unter dem Schwerlastverkehr durch Orstlagen


In Gefell im thüringischen Vogtland fahren ca. 1500 LKW pro Tag durch die Ortslage.

Die B2/B90 ist sehr eng und oft kommt es gefährlichen Begegnungen von LKW.

Das Überqueren der Straße für Fußgänger ist lebensgefährlich!

Unser Vorstandsmitglied Ivonne Pitzius stammt aus Gefell und daher setzt sich die Plattform Mobilität vor Ort in Thüringen ein um den LKW Verkehr aus der Ortslage zu verbannen.

Gefell.

Erhard Pitzius von der Plattform „Mobilität SaarLorLux“ aus dem Saarland ist mehrmals jährlich zu Gast in Gefell. Aus dieser Stadt stammt seine Frau, die mit Mädchenamen Ivonne Schauerhammer hieß. Wenn Pitzius mit seiner Frau in Gefell ist, bedauert er die Einwohner wegen der starken Belastung durch den Lkw-Verkehr in der engen Ortsdurchfahrt.
Erhard Pitzius bietet den Gefellern seine Unterstützung und seine Kontakte an.
„Eine Ortsumgehung Gefell von der B 90 aus macht keinen Sinn, weil dies nur denHolztransporter betreffen würde. Denn der restliche Lkw-Verkehr läuft über die ehemalige B 2 und heutige Landstraße 3002 nach Schleiz. Das hieße, auch bei Entlastung von Gefell rollt der Gesamtverkehr weiter durch Töpen und ein großer Teil auch durch Zollgrün.

Daher muss die Devise lauten: Vermeidung von Verkehr, besonders Lkw-Verkehr“, erklärt Pitzius und meint damit Mautpreller und Abkürzer.
Pitzius schlägt die Sperrung der Landesstraße 3002 für den Lkw-Verkehr ab zwölf Tonnen ab Kreisel Heinrichsruh in Richtung Gefell vor. Ausnahmen gäbe es für Lkw, die zum Gewerbe- und Industriegebiet Kapelle in Tanna (Gealan) fahren. Ab der Kreuzung L 1090, L 2356 und L 3002 an der Kapelle soll es ein komplettes Durchfahrverbot für Lkw ab zwölf Tonnen bis nach Gefell Einmündung B 90/Friedensstraße geben. Außerdem plädiert Pitzius für ein Nachtfahrverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für Lkw über zwölf Tonnen auf der B 2 ab A 72 bis A 9-
Anschlussstelle Gefell/Bad Lobenstein und auf der L 3002 bis Kreisverkehr Heinrichsruh. „Diese Nachtfahrverbote werden zum Beispiel in Hessen auf der B 3 praktiziert.

Baden-Württemberg geht noch weiter. Also nur Mut für Entscheidungen für den Menschen und den Bürger. Die Politik und die Verantwortlichen müssen wieder lernen, vom Menschen her zu denken und nicht vom Auto her“, fordert der Saarländer
mit Herz für Gefell.    

Erhard Pitzius schlägt eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Stadt Gefell auf Tempo 30 vor, besonders an neuralgischen Punkten wie den für Lkw engen Durchfahrten.
Außerdem fordert er die Schaffung von Querungshilfen besonders am Markt im Bereich der Geschäfte, Rathaus, Bushaltestelle.
Besonders intensive Holztransporte müssten wieder auf die Schiene verlagert werden, wozu der Güterschienenverkehr auf der Bahnstrecke Schönberg bis zum Anschluss
Rettenmeier bei Hirschberg aktiviert werden müsste. Ferner spricht er sich für die Reaktivierung und den Lückenschluss der Höllentalbahn/Thüringer Oberlandbahn aus.
Aber auch der Rest der Thüringer Oberlandbahn zwischen Triptis und Ebersdorf-Friesau sollte für den Güterverkehr, besonders zu Mercer-Holz, reaktiviert werden. Die spart Umwege über Saalfeld und entlastet die Sormitztalbahn. „Entscheidungen für
den Bürger und gegen die Speditionslobby verlangen Mut, Rückgrat und Durchsetzungswillen, aber auch ein wenig Phantasie und Visionen. Menschen sind wichtiger als freie Fahrt für Lkw und Pkw. Das Leben und die Gesundheit der Menschen
müssen Vorrang haben“, fordert Pitzius.

OTZ vom 28.08.2018



Probleme Schwerlastverkehr OD Felsberg Saar (B269alt / B405)

 Die Bürgermeisterin von Überherrn arbeitet fast 10   Km vom Geschehen in Felsberg entfernt und kennt die Probleme der Felsberger Bürger im Einzelnen nicht so ganz genau.
Man muss schon einige Jahre an der Metzerstraße wohnen, um sich ein genaues Urteil bilden zu können.
Ja, auch die Plattform Mobilität wünscht sich von der Bürgermeisterin, dem Ortsvorsteher und dem Ortsrat mehr Engagement für seine Bürger.
Aber auch die CDU Beilage im Amtsblatt vom 11.04.2019 zeigt, dass das Thema Mobilität (nicht nur in Bezug auf den Schwerlastverkehr) keinen Stellenwert hat.
Nach §45 StVo hat jeder Anlieger einer Straße das Recht Maßnahmen gegen erhöhte Werte, die durch Schwerlastverkehre verursacht werden, zu melden und das Recht, dass auch Mängel beseitigt werden, bis hin zur Sperrung der Straße für den Schwerlastverkehr.
Viele Beispiele in anderen Bundesländern zeigen, dass dies möglich ist und engagierte Bürgermeister und Landräte sich für den Menschen einsetzen.
Die Wirtschaft ist wichtig für unseren Standort aber dies darf nicht dazu führen, dass Menschen krank werden oder ihre Immobilien an Wert verlieren, auch weil z.B. die Erschütterungen Risse verursachen.
Menschen müssen sicher eine Straße überqueren können, besonders ältere oder gehbehinderte Personen, sowie Schulkinder.
Das Thema zu Fuß gehen wird fast komplett ignoriert und auch dem Autoverkehr untergeordnet, dabei kann es sein, dass ein Fußgänger mobiler ist, als ein Autofahrer.
Natürlich schwankt die Zahl der LKW, insbesondere hängt es von den Schlackenverkehren der Dillinger Hütte ab.
Wenn nun aber Dachser noch weiter ausgeweitet wird und AMAZON sich in Völklingen ansiedelt, wird der LKW Verkehr in der Region noch erhöht.
Abkürzungsstrecken wie die L350 Felsberg - Altforweiler oder die Ortsdurchfahrten von Neuforweiler und Altforweiler werden trotz Sperrung ab 12 Tonnen immer noch vom Schwerlastverkehr befahren.
Regeln, Gesetzte und Vorschriften müssen allerdings auch überprüft und Verstöße geahndet werden, dies ist hier nicht der Fall.
Mit freundlichen Grüßen
Erhard Pitzius (Stellvertretender Vorsitzender & Pressesprecher)
Plattform Mobilität SaarLorLux